Wer ist eigentlich diese Gesellschaft?

Ich glaube, dass es in den vergangenen Jahrzehnten nicht viele Tage gab, an dem ich nicht mit Sätzen wie z. B.

„Das macht man so“

„Die Gesellschaft ……“

„Das System setzt einen unter Druck.“

„Man kann doch nicht einfach…“

konfrontiert wurde. Oft so ausdrucksstark in der Betonung, dass auch mir kurzweilig der Wille fehlte, diesen Worten etwas entgegenzusetzen und das obwohl ich mir fest vornahm, diese Sätze nicht mehr einfach so stehenlassen zu wollen. Nicht mehr hinnehmen, nicht mehr annehmen, was doch eigentlich nur im Kopf des Einzelnen stattfindet und es somit in der Masse zu dem wachsen lässt, was es jetzt ist.

Eine Stimmung und eine Dynamik, welche eigentlich tödlicher und krankmachender ist als der Krieg an sich, welcher in so vielen Ländern dieser Erde gerade tobt. Der Krieg ist sichtbar, es ertönen Sirenen und die Menschen flüchten in die Bunker und U-Bahnschächte ihrer Städte. Die Dynamik, welche in jedem Einzelnen von uns steckt, ist impulsartig gesteuert und somit unberechenbar. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es genau diese Dynamik ist, welche soviel in dieser Welt negativ beeinflusst. Und wenn nur ein paar Menschen sich durch ein wenig Training und Bewusstsein da rausnehmen können, dann ist schon extrem viel gewonnen.

Wir alle hier wissen, dass nahezu in jedem Einzelnen von uns ein gutes Herz, Warmherzigkeit, Liebe, Fürsorge und Einfühlungsvermögen steckt. Warum können wir es zunehmend weniger leben und fühlen?

Wir sind konditioniert und geprägt über Jahrzehnte hinweg. Sehr tief und mit starken Narben versehen, flattert unsere Seele, fast so wie die vielen restless Legs. Selbst wenn wir uns allein in einem Raum befinden, fühlen und handeln wir auf das Außen fokussiert und als wenn wir von Kameras beobachtet werden. Wir scheuen uns lebhafte Diskussionen zu führen, weil diese zu schnell in Streitgespräche übergehen könnten. Wir möchten von unserem Gegenüber gemocht werden, genau so wie wir sind, ohne dieses Wie wir sind überhaupt zu zeigen. Unsere Maske für die Gesellschaft hängt direkt neben unserem Mantel und Hut an der Garderobe.

Wir erklären Verhaltensweisen und Gedanken, welche nicht im Geringsten anklagbar wären. Dennoch rechtfertigen wir die wenigen Emotionen, welche wir noch nach außen tragen und schämen uns dieser sogar oft.

Wir zerstören unsere Körper und Seelen immer mit dem Fokus auf das Außen gerichtet, denn wie so oft auch mir erklärt: DIE GESELLSCHAFT WILL DAS SO! Das System gibt das so vor.

Wer ist eigentlich diese Gesellschaft, die von mir erwartet, dass ich mir meine Haut wund schrubbe, weil ich ein Schwein wäre, würde ich nicht jeden Tag zumindest einmal duschen, welche erwartet, dass ich definitiv ab 40 Pantoprazol zu mir nehme, damit ich weitertrinken und -essen kann, was DIE GESELLSCHAFT mir vorgibt.

Liebe Leser spätestens jetzt hier werdet ihr beim Lesen dieser Zeilen denken: „Mir gibt sie nichts vor. Ich esse meinen Schweinebraten mit Soße und Klößen, weil das schon immer so war, weil das hier zur Tradition gehört, weil es mir schmeckt und ab und zu mal kann es nicht schaden. Machen ja alle andern auch.“

Oder auch sehr beliebt: „Wie du staubsaugst nicht jeden Tag? Aber da ist es doch staubig und somit auch für Allergien usw. ein Herd, welcher dann zu gesundheitlichen Schäden führt. Ich weiß das, weil ich vertrage nämlich schon lange keine Laktose, Gluten, Nüsse, etc. mehr. Und da ich mir trotzdem nichts verbieten möchte, bin ich froh, dass es dieses oder jenes Medikament gibt, welches ich gut vertrage, und dann kann ich auch mal wieder ne Pizza, oder das Buffet beim Mongolischen All you can eat Restaurant genießen.“

Total im Trend sind auch folgende Sätze: „Boah wie mir diese Veganer, Gesundheitsfreaks und Vegetarier auf den Zeiger gehen. Sollen sie doch ihr Grünzeug fressen, aber doch bitte so, dass ich nicht davon behelligt werde. Ich esse nun einmal gerne Fleisch und das ist auch sehr wichtig für die Proteine, welche mein Körper benötigt. Mein Feierabendbier hab ich mir redlich verdient. Ein Glas Wein hat noch niemandem geschadet. Ist doch dein Problem, wenn du nichts trinken willst. Verstehen muss ich das aber nicht.“

DIE GESELLSCHAFT gibt auch gerne folgende Handlungen vor, welche mir immer wieder begegnen und ich würde zu gerne ganz anders darauf reagieren, als ich es denn immer wieder aus diplomatischen und zielführenden Gründen tue.

Es gibt noch immer zu viele Eltern, welche ihren Kindern Handlungen aufdrängen, welche fataler für deren Zukunft und Entwicklung nicht sein könnten.

Es gibt KEIN richtiges Alter um seinem Kind Alkohol trinken oder Zigaretten/Vapes rauchen anständig unter Aufsicht beizubringen. Keines dieser beiden schädlichen Genussmittel ist gut zu reden. Der einzige Grund für dieses unter Aufsicht in die Welt der Erwachsenen begleiten, ist die eigene Schwäche für diese Gifte.

Es gibt keine richtige und pädagogisch wertvolle Erklärung für den eigenen digitalen Konsum, während man es für die Kinder einschränken möchte. Das einzig Richtige ist raus aus der Comfortzone und als Ausgleich nicht digitale Unternehmungen starten. Wenn du abends am TV Gerät sitzt, nebenbei im Tablett scrollst und ab und an am Handy checkst, ob du schon wieder eine neue Nachricht von irgendwoher erhalten hast, dann hat dein Kind eben genau dasselbe Bedürfnis wie du. Abgeguckt und inspiriert einzig und allein von und mit dir.

Irgendwann zwischen Windeln wechseln, das Baby knuddeln und in der Babysprache ansprechend und dem Satz: „Räum dein Zimmer auf, oder ich schalte sofort das W-Lan aus“, muss was gravierendes passiert sein.

Sprechen wir diese Zeitleiste mal gemeinsam durch:

Wir bekommen dann Babys, wenn wir es uns finanziell leisten können, oder wenn es im Job so beschissen anstrengend und nervend ist, dass wir uns ne „Auszeit“ davon gönnen wollen. (Find ich mittlerweile irrsinnig witzig diese beiden Begründungen).

Während dieses kleine Menschenkind in uns heranwächst durchspielen wir 1000 Szenarien, wie z. B. was wird der perfekte Name für das Kind sein. Welcher Kinderwagen erfüllt alle Anforderungen, welche Größe wird es zu welchem Zeitpunkt seiner Baby Zeit haben. Passen die Outfits zur Zimmereinrichtung. Was muss das Mobile über dem Bett alles können, damit das Kind am besten durchschläft bis es in den Kindergarten kommt. Was passiert, wenn ich ein Schreibaby bekomme und wie weit entfernt ist der Kindergarten meines Vertrauens, welches DER EINZIGE ohne Personalmangel und Hygienemängel sein wird. Stille ich oder gebe ich doch die Flasche, was macht das Stillen mit meiner Brustwarze, wenn ich mich doch für das Stillen entscheide. Und welche Influencerin, der ich auf Insta folge, hat mein Vertrauen, dass ich, wenn ich es ihr nachahme, auch DAS RICHTIGE für mein Baby tue. Ich kontrolliere das doch alles, oder? Sind die Farben der Einrichtung vom Babyzimmer eigentlich meine Lieblingsfarben oder die der Gesellschaft, welche ich mir durch den digitalen Algorhythmus täglich auf meine Bildschirme spüle. Kann ich das Apfelgrün meiner Flurwand ohne einleuchtende Erklärung an die Community so lassen oder muss ich es anpassen, damit mein Kind nicht zu früh eine Brille verpasst bekommt, weil die Augen überfordert werden.

Bestimmt fragt sich nun der ein oder andere Leser bei all dem was ich hier runtertippe: „Ja was ist denn nun die Lösung?“ Meine Antwort wird vielen nicht behagen, aber anderen wiederum sehr.

DU, dein eigenes tief verwurzeltes ICH ist die Lösung. Schon seit einigen Monaten begleite ich Menschen zurück zum ICH. Raus aus der Fremdbestimmung, der Beeinflussung der GESELLSCHAFT, hin zum puren eigenen ICH. Wer den Workshops beiwohnen möchte (es gibt kein muss, kein soll, keine Verpflichtungen, keine Abos) darf mir gerne schreiben.

Das nur als kleiner Einspieler und Tipp, wenn man wieder zu sich selbst finden möchte, und nun zurück zum Elternthema.

Wenn die Zeitleiste Baby langsam vorbei ist, treten wir ein ins Kleinkindalter. Da ist die Bubble dann schon meist wieder geplatzt. Man ist zurück im Daily Business in Form von wieder schwanger, zurück im Job oder auch oft in der Trennungsphase der Beziehung, welche man doch durch ein gemeinsames Kind hatte festigen wollen. Da schleicht es sich schon langsam ein das Dilemma unserer Gesellschaft, unseres Systems, welches uns Druck zu machen scheint.

Ein Zeitpunkt, an welchem wir bereits einen gewissen Lebensstandard erreicht haben. Ein finanzielles Polster erschaffen und uns einen Status der Anerkennung erarbeitet haben. Jetzt schnappt sie zu die Falle der Fehlentscheidung aufgrund von Druck, Stress und Entfremdung. Alles was wir von diesem Zeitpunkt an entscheiden, denken wir, dass wir MÜSSEN.

Es ist kein Herz und Bauchgefühl mehr vorhanden sondern nur noch ein Entscheiden aus der Situation heraus, welche wir denken, dass sich uns darlegt wird. Es ist der Zeitpunkt wo wir unser wirkliches Sein verlassen und hinein spurten in das Sein der digitalen und systemischen Gesellschaft, welche wir eigens für unsere Erklärungen und Rechtfertigungen in unseren Köpfen kreieren.

Falls da noch etwas eigenes Ich da ist, geben wir es endgültig an der Kindergartentüre ab, an dem Tag, an welchem wir unser Kind in den Kindergarten oder die -krippe bringen. Bis auf die paar Dinkel Dörtes, welche wir aus der eigenen Schwäche heraus so herabwürdigen, gibt es an diesem Punkt nahezu keine eigenständig denkenden Eltern mehr.

Jetzt an diesem Punkt füge ich in kurzen Sätzen mal mein Eigenexperiment mit den sozialen Medien ein. Ich hatte im Mai für ein paar Eltern, welche an meinen Workshops teilgenommen hatten, den Versuch unternommen für ca. 3 Wochen einzutauchen in die Bubble des Content createn. Warum? Ganz schnell erklärt: ich wollte den Eltern aufzeigen, dass diese Social Media Menschen der Öffentlichkeit keine dummen und vor allem faulen Kasper sind und ihre Ängste -weil ihr eigenes Kind gerade Ambitionen hegt selbst Content zu createn – dass es abrutschen könnte (mir erschließt sich hier bei dieser Aussage vieler Eltern zwar nicht wohin) völlig unbegründet sind. Es ist ein Job wie jeder andere auch. Und man ist nicht dazu verdammt es für immer und ewig zu machen und die Gefahr zu scheitern ist keinesfalls höher als in jedem anderen Beruf auch.

Ich begab mich also für 3 Wochen in diese Bubble, indem ich täglich auf lediglich 3 Kanälen (WhatsApp, Facebook und Instagram) mit wenig Followern als völlig abgesoftet und nicht 1000den von Beobachtern ausgesetzt mein Daily Business mit Fotos und Worten ins Netz blies. Und was sollte ich schon nach wenigen Tagen feststellen. Es ist richtig harte Arbeit, es ist anstrengend und das bereits in meiner Extra Light Version. Meine Laune veränderte sich zunehmend hin zu einer immerzu leicht angespannten und gestressten Grundstimmung und meine Treffen mit Herzensmenschen mutierten teilweise zu Fotosessions und den Sätzen: „Warte mal ich muss das noch schnell posten.“. Kurz abschließend. Absolut nicht mein Ding. Ich bin gerne in den digitalen Medien unterwegs, aber nur sporadisch und nicht täglich und immerzu. Der Preis für all die eigenen Immobilien, Autos, Klamotten und Reisen der Content Creater ist also verdammt hoch und auch wie schon oft in den letzten Monaten in den Medien vernommen, was Gesundheit und spätere Überschuldung angeht, ebenfalls.

Zurück zur Zeitleiste der jungen Eltern. Die Kindergartenzeit ist die Phase, in welcher sich die anfangs euphorisch geplante eigene Charakterformung für das geliebte Kind blitzschnell in die Ansprüche an andere Personen, an Institutionen umwandelt. Man kapituliert, weil das Stresslevel das eigene ICH auslöscht und erklärt zunehmend Fehlernährung, Fehlverhalten und fehlende Liebe und Empathie mit den Worten: „Das System lässt mir keine Chance.“ Der Kindergarten, bzw. die Schule trägt die Schuld, da es die meiste Zeit dort verbringt.

Die kommenden 2 Jahrzehnte ab Kindergartenalter des Sprösslings hat der Körper und Geist der meisten Mitbürger unseres schönen Landes auf Autopilot umgeschaltet. Nur sehr selten blinzeln eigene Wünsche und Bedürfnisse durch. 90% der Zeit gibt die „Gesellschaft“ den Ton an. Das „System“ kontrolliert das Handeln und die Familie und das direkte Umfeld (Freunde, Kollegen, Nachbarn) die Gefühle und Emotionen. Der Ottonormalverbraucher mutiert in diesen Zeitstrahl zum Klon des Nebenmannes/-frau. Ihr wollt ein paar Beispiele? Gerne.

Vorausgesetzt die finanziellen Mittel sind vorhanden (oh ich vergaß, unsere Zeiten werden immer schlechter und man kann sich nahezu nichts mehr leisten) findet ihr nahezu keine Küche mehr ohne Thermomix, keine Familie ohne E-Bike, keinen Haushalt ohne Smart Home, keine Wohnung ohne Alexa, Siri oder wie auch immer sie alle heißen. Kein Kinderzimmer ohne Toniebox und keinen Jugendlichen ohne Tik Tok Account.

Je mehr wir uns gleichschalten umso intensiver siedeln wir unsere Ver- und Beurteilung an. Es gab noch nie so viel Bodyshaming, so viel Stigmata, so viel Sexismus, Diskreditierungen, Rassismus und Herabwürdigungen anderer Lebensmodelle wie jetzt. In einer Zeit, wo man sich nahezu gezwungen fühlt anzupassen, gleichzuschalten ploppen die bunten ANDEREN wie Leuchtkugeln am Firmament auf. Umso stärker die eigene Unterwürfigkeit und Beschneidung, umso stärker die Wut und das Unverständnis auf und für andere Lebensformen.

Und genau hier passiert das, was dann erst durch körperliche und/oder psychische Erkrankungen, schwere familiäre Krisen, Persönlichkeitsstörungen wieder an der Oberfläche auftaucht, nämlich das Aufeinandertreffen der Körperhülle mit dem inneren Ich. Man trifft sich nicht wie früher regelmäßig unterm Kirschbaum, im Wald oder im Urlaub, im Winter in der Stube oder im Sommer bei der Siesta nach getaner Feldarbeit, sondern im Wartezimmer des Psychotherapeuten/Heilpraktikers/Facharztes etc. in der Hoffnung dass der Experte DIE Lösung in Form von Medikation und Gesprächen für einen parat hat. Oft ist einem nicht einmal zu diesem Zeitpunkt klar, dass man in erster Linie zusätzlich zu den unterstützenden Hilfsmitteln wie Therapie und Medikamenten vor allem sich selbst kennenlernen, annehmen und lieben darf.

Wir müssen diese Zeugnisse unserer Zeit (unsere Erkrankungen und Krisen) sehr ernst nehmen und mehr denn je wieder lernen aufeinander zu achten und füreinander da zu sein.

Man darf Stille zulassen, man muss nicht jeder Party und Feier beiwohnen, man muss nicht das neueste Gerät erwerben, wenn man mit dem aktuellen ganz gut klar kommt. Es ist relativ wie viele Klamotten man im Schrank hat und die Farbe der Couch ist nicht ausschlaggebend für die Glückseligkeit.

In meinen privaten Beiträgen auf meiner „Reinheit deiner Seele“ Seite habe ich schon oft darüber geschrieben wie es sich anfühlt nicht mit dem Strom der Gesellschaft mitzuschwimmen und trotzdem ein Teil des Großen Ganzen zu sein. Jetzt ein paar Jahre, ja nahezu ein Jahrzehnt später kann ich erfahrungsgemäß schreiben, es tut verdammt gut, es hilft einem selbst zu wachsen, Frieden mit sich zu finden und ein erfülltes und zunehmend gesundendes Leben zu führen. Je früher man damit beginnt, desto mehr körperliche und psychische Schäden kann man abwenden oder sogar vermeiden.

Nur der erste Schritt erfordert Mut. Raus aus der Angst, rein ins eigene Lebensrad, das man so bewegt, dass man die Kontrolle behält. Und es sei unbedingt erwähnt. Es ist nie zu spät den ersten Schritt zu gehen.

Denn diese Gesellschaft, von der alle sprechen das bist du. Du bist deine eigene Gesellschaft. Du solltest dich von Menschen umgehen, welche du magst und wenn da der ein oder andere dabei ist, welchen du, sagen wir es mal lieber von hinten siehst, dann kannst du das sehr gut trainieren, dass dem so sein wird.

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du mir ein paar Zeilen schreibst. Egal über welchen Kanal, ob über Instagram susi_freund_selbsthilfe_bkb über Facebook unter Susi Freund oder wenn du meine Handy-Nummer hast über WhatsApp. Gerne auch Kommentar hier unter dem Beitrag.

Mich würde deine ehrliche Sicht über deine aktuelle Lebenssituation interessieren. Bist du zufrieden oder sogar glücklich? Was würdest du ändern wollen und was möchtest du dass sich in deinem Umfeld ändert.

Lasst uns gemeinsam wieder ICH sein, wertfrei miteinander umgehen, lebhafte Diskussionen und Unterhaltungen führen, uns öfter umarmen und geizt nicht mit ehrlichen, tiefgründigen Komplimenten an euer Gegenüber. JEDER Mensch hat jeden einzelnen Tag seines Lebens etwas Wunderbares und Wunderschönes an sich, was es gilt erwähnt zu werden. Liebt bedingungslos und ohne Auflagen. Sprecht aus Liebe und Gefühl und ohne Zorn und Wut.

Und ein wichtiger Satz sei zum Schluss noch erwähnt. Ein Satz, welcher mir sehr viel bedeutet. Wir alle haben Feuer, Temperament und Leidenschaft in uns. Nicht jede laute Stimme in einer emotionsgeladenen Stimmung ist gleich die eines Cholerikers und bösen Menschen. Es gilt immer der Situation entsprechend zu filtern.

Aber wenn ihr Papas oder Mamas seid und eure Kinder anschreit, weil ihr just in diesem Moment keine andere Möglichkeit seht, eurer Hilflosigkeit euren Kindern gegenüber Ausdruck zu verleihen, dann vergesst ab sofort NIE, wenn ihr schreit, schreit ihr euer eigenes Spiegelbild an und mit jedem Schrei wird sich euer Kind ein Stück weiter von euch entfernen. Es kann nicht anders. Es hat einen natürlichen Schutzwall, welcher hochfährt, wenn sich Frequenzen erhöhen. Erinnert euch zurück, was ihr getan habt, als eure Eltern die Stimme erhoben. Ich kenne niemanden, welcher nicht dasselbe getan hat, nämlich eine Mauer in seinem Herzen zu errichten, welche es Zeit seines Lebens davor schützt zu brechen.

Und wenn ihr das nächste Mal schreit, weil eure Kinder euch in ihrer Pubertierphase anlügen, dann lasst euch aus meiner Erfahrung heraus den Tipp geben. Das ist nichts Persönliches. Alle Teenies lügen, egal was auch immer ihr als Eltern tut.

Vergesst niemals. Es sind eure Kinder, welche ihr geboren, gezeugt, gewickelt, gefüttert und gepflegt und gehegt habt. Sie lieben euch, auch wenn es ihr Job ist euch während ihrer Teeniezeit zu hassen. Nehmt es hin mit Würde und Ruhe, dass sie ihre Zimmer nicht aufräumen. Es ist eine Phase, welche vergeht. Die Verletzungen und Schmerzen, welche sich viele Familien während dieser Phase zufügen, die bleiben vielleicht sogar für immer. DAS MUSS NICHT SEIN.

Abschließend möchte ich euch mitteilen, dass es sich als Outlaw unserer „Gesellschaft und Systems“ hervorragend leben lässt. Ich glaube ich bin ein gutes Beispiel hierfür und nehme euch sehr gerne auch weiterhin mit, raus aus dem Druck und hinein in den Frieden mit einem selbst.

Eure

Susanne Freund

Avatar von Unbekannt

Autor: Sue Freund

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