Circus Christmas Maximus

Da meine Blogbeiträge mittlerweile von vielen unserer Angehörigen und Selbsthilfegruppenteilnehmer gelesen werden, nehme ich diese Gelegenheit beim Schopf und wünsche all meinen Lesern hier schon mal eine besinnliche, authentische und vor allem mit wenig Leid und Schmerz verbundene Weihnachtszeit.

Viele meiner Erfahrungen, Erzählungen und Erlebnisse rund um diese Zeit habe ich bereits im letzten Jahr unter dem Titel „Stille Zeit in Aufruhr I bis III“ zum Besten gegeben. Bei Interesse lest gerne auch dort mal rein. Ihr seht die einzelnen Titel ganz oben auf dieser Seite, wenn ihr auf Menü klickt.

Was kam an Erkenntnis und neuem Denken diesbezüglich im Jahr 2025 hinzu? Viele neue Erkenntnisse im Bezug auf Familien mit Generationenkonflikten, welche es alle wert sind, dass sie Unterstützung erhalten, damit sie wieder miteinander in den Dialog kommen.

Warum der Titel? Weil ich zu behaupten wage, dass eine Großzahl an familiären Begegnungen während dieser Zeit sehr aufgesetzt sind. Von Jahr zu Jahr, – wenn man man sich diesem Kreis und diesen unauthentischen Gesprächen nicht entziehen oder die Art und Weise sie zu führen, verändern kann  – kann mehr Leid, Schmerz und psychische Belastung entstehen.

Vor ca. 3 Wochen bin ich einer Frau Anfang 70 begegnet. Ich kam beim Leberkäsebrötchen Essen mit ihr ins Gespräch. Was sie mir erzählte berührte mich noch Tage später. Ich bot ihr nach unserer ersten Begegnung an, mich in meinem Büro zu besuchen und dass wir eine sehr schöne Gruppe hätten, welche sich gegenseitig stärkt und unterstützt.

Sie ist eine Angehörige und wünschte sich von mir, dass ich hier ihre Geschichte erzähle, damit so wörtlich von ihr: „andere Menschen nicht die selben Fehler machen würden wie sie, denn durch ihr Jahrzehnte langes hartes Denken und Fühlen ihren Kindern gegenüber haben alle Kinder 2025 den Kontakt zu ihr abgebrochen.“ Ich muss hier nicht erwähnen, dass ich 2026 alles versuchen werde, dass sich eine Möglichkeit ergibt, dass sie mit ihren Kindern in den Dialog gehen kann. Zurück zu ihrer Geschichte.

Sie begann beim Essen, also unserer ersten Begegnung mit den Worten: “ Gute Frau Sie sitzen da so allein, darf ich mich zu Ihnen setzen und Ihnen Gesellschaft leisten?“ Ich musste nicht lange überlegen um zu nicken, da sie auf mich einen sehr liebevollen und höflichen Eindruck machte. Kaum Platz genommen fragte sie mich, ob ich Kinder hätte und als ich nickte schob sie die Frage hinterher ob meine Kinder noch zuhause oder schon in eigenen Wohnungen leben würden. Da hatte sie mich. Ich sah kurz auf die Uhr, machte mir selbst klar, dass ich erst den nächstmöglichen Bus zur Klinik in einer Stunde nehmen würde und drehte mich zu ihr um zu fragen, ob sie auch Lust auf Leberkäse und Cappuccino hätte. Ich weiß nicht, was es manchmal ist, aber es ist diese Gefühl, dass du gerade jetzt einem Menschen begegnest, welchen du nicht zum letzten Mal treffen wirst.

Elisabeth begann ihre Geschichte……………….

Es würde ihnen an nichts fehlen. Sie hätten Immobilien, genügend Geld auf dem Konto und eine gute Rente. Sie hätte ihr Leben lang gearbeitet, ihre beiden Eltern und ihre Schwiegereltern bis in den Tod gepflegt, ihr Mann lebe in seiner ganz eigenen Welt. Sie möchte sich aber nicht beschweren, denn er wäre ein guter Mann, aber eben weit weg in einer anderen Welt. Sie wäre spät Mutter geworden. Das erste mit 35, dann mit 38 und dann mit 42 das dritte Kind. Alles lief wie es halt so laufen sollte. Die Kinder gingen in die Schule, 2 machten Abitur und 1 ging direkt nach der Schule in die Lehre. So weit so gut. Irgendwann stellte sie fest, dass ihr Mann ziemlich viel trank und dies immer noch tut. Es wäre ihr nie aufgefallen, denn es ist ja normal. Sie kommen vom Land und da feiert man halt viel und oft.

2 ihrer Kinder versuchten sie darauf aufmerksam zu machen, dass das mit Papa nicht so ganz so gut wäre und man da mal sprechen müsste. Sie wurde laut und wütend. Sie sollen sich da mal nicht einmischen und auf ihr eigenes Leben schauen. Sie würde doch alles menschenmögliche tun, damit die Familie funktioniert. Wann immer Elisabeth in den letzten 37 Jahren sich mit Bekannten oder Freundinnen traf, sich mit Nachbarn oder Kollegen unterhielt, erzählte sie die Geschichte der perfekten Familie. Ihre 3 Kinder wären wohlgeraten, ihr und ihrem Mann ginge es sehr gut. Sie hätten alles und daher keinen Grund sich zu beschweren. Elisabeth fragte mich mitten in ihrer Erzählung, ob ich schon mal von Putzwahn und dem Zwang ständig und stets alles sauber und in Ordnung zu halten, gehört hatte.

Das war der Zeitpunkt, als ich ihr erwiderte, was ich von Beruf bin. Da sagte sie nur ganz knapp, dann wüsste ich ja von was sie sprechen würde. Sie fuhr fort. Sie erzählte mir aus dem Leben einer Frau, welche keines ihrer 71 Jahre jemals bewusst und achtsam gelebt und wahrgenommen hatte. Dann sprang sie in die Gegenwart guckte mir dabei ganz tief in die Augen und sagte:“ Meine Kinder mussten den Kontakt zu mir abbrechen, damit ich aufwachen konnte. Das tut aber so unfassbar weh, dass ich nicht weiß, wie ich weiterleben kann. Hier jetzt zu sitzen und mit Ihnen einen Kaffee zu trinken, ist für mich bis vor kurzem schier unmöglich gewesen. Ich glaube es gibt keine Zufälle. Was sagten Sie nochmal was sie von Beruf sind?“

Nein es gibt keine Zufälle. Wir haben uns seit unserer ersten Begegnung noch weitere 3x getroffen, denn gerade jetzt vor den Feiertagen geht es ihr besonders schlecht. Ihr Mann würde sich tagtäglich mit Promille vollpumpen, damit er die Realität nicht mehr wahrnimmt. Ihr wurde auch an der Suchterkrankung ihres Mannes die Schuld gegeben. Einer der 3 Kinder hat eine mittelschwere Depression, das Jüngste der 3 leidet seit vielen Jahren an einer Essstörung und das mittlere hätte so einen enormen Erfolgsdruck, dass auch es eine Störung entwickelt hätte.

Sie wüsste aber nicht genau welche. Hatte sie sich doch bis vor ein paar Monaten noch nie in ihrem Leben mit der Psyche des Menschen befasst. Sie hat halt einfach funktioniert. Ihr Mann würde sie tagtäglich damit drangsalieren, wie das alles weitergehen solle, denn er würde ja nicht mehr ewig leben und was solle denn mit den Häusern und den Wohnungen, sowie ihrem Geld passieren. Elisabeth würde Stand jetzt am liebsten alles sofort und mit der Minute an die Kinder weitergeben, denn sie fühle sich weder in dem Haus noch wohl, noch würde sie all das ganze Geld brauchen. Für was denn auch, denn ohne den Kontakt zu ihren Kindern, hätte sie eh kein Leben mehr.

Und jetzt steht Weihnachten vor der Türe. All die vielen Jahre fand sie das Fest immer sehr schrecklich, aber sie ließ sich nie etwas anmerken, da man das ja erwartete, dass sie am Heilig Abend die Kinder zu sich einlud und bekochte und bewirtete. Es gab nie ein Jahr, in dem man sie fragte, ob man mal was anders machen könnte, oder ihr helfen. Bei den letzten 3 Worten guckte sie mich beschämt an und sprach: „Ich hätte es ja eh nicht zugelassen, wollte ich doch immer alles selber machen, weil ich dachte, die können das eh nicht so gut wie ich.“ Sie starrte ins Leere und Tränen liefen über ihre Wangen.

Sie würde alles dafür geben, die Zeit zurückdrehen zu können. Es tut ihr alles so leid. Aber sie konnte einfach nicht mehr. Sie glaubt fest daran, dass die Kinder nur den Kontakt abgebrochen haben, weil sie nur noch geweint, geschrien und gejammert hatte. Sie reagierte sehr aggressiv auf die von den Kindern oft in den Raum geworfene Bitte: “ Mama bitte kümmere dich endlich mal um dich, tue etwas was dir gut tut…….“ Aber es würde ihr doch guttun für die Kinder zu kochen, zu putzen, zu waschen und da zu sein, wenn sie ein Problem hätten.

Bei unserem letzten Gespräch unterhielten wir uns sehr intensiv über all die Angebote von Einrichtungen und Instiutionen, die allgegenwärtigen „Aufforderungen“ in der Presse und den sozialen Medien, dass man an Heilig Abend nicht allein sein müsste. Es würde Plätze, Veranstaltungen usw. geben, welche Menschen vor Einsamkeit an Heilig Abend bewahren. Sie machte mir sehr deutlich klar, dass sie auch wenn es noch so schmerzt sie niemals an Heilig Abend woanders sein möchte als zuhause. Dann eben ganz allein. Sie würde sich schon beschäftigen. Und so ein Abend geht ja auch irgendwann vorbei.

Diese Bemerkung blieb mir im Gedächtnis und heute bei unserem Christmas Brunch mit 4 sehr lieben Herzensmenschen, bekam ich eine ähnliche Antwort, als ich bemerkte, dass man ja nicht allein sein müsste, denn wenn man weiß eine andere Person, die man kennt ist auch alleine, dann könnte man sich ja an Heilig Abend treffen. Auch da bekam ich klar vermittelt, dass man das nicht möchte.

Es ist also durchaus nicht einfach Menschen, welche in dieser Zeit ohne Familie sind miteinander zu vernetzen, denn viele Menschen wählen bewusst das Alleinsein, wenn sie diesen Abend nicht mit den Menschen verbringen können, welche ihnen besonders viel bedeuten.

Ich habe in 2025 gelernt, dass es wichtig ist Hilflosigkeit aushalten zu können, denn oft sind wir privat wie auch beruflich in Situationen,

wo wir da sind,

zuhören,

einen positiven Impuls geben und

das Gefühl, dass sie sich immer an uns wenden können, wenn es brennt,

aber wir können die Situation, welche sie gerade durchleben, nur ein bisschen erträglicher machen. Sie bewältigen und sich daraus befreien, das kann dann aber nur von den Betroffenen aus geschehen.

Liebe Mamas und Papas meiner Generation, ich habe eine kleine Weihnachtsbitte an euch:

Passt gut auf euch auf.

Wir lesen uns im neuen Jahr.

Liebe Grüße an all meine Leser von Elisabeth, einer Frau deren Lebensweg JETZT neu beginnt, mit gut 71 Jahren.

Eure

Sue Freund

Es menschelt sehr

Manche Monate sind so randvoll gefüllt mit Fortbildungen, Netzwerktreffen, Tagungen, Jubiläen und Informationsveranstaltungen, dass man eigentlich am liebsten ALLE absagen würde, die Decke über den Kopf ziehen und sich mal für ne kurze Weile ausklinken möchte. Genau zu diesem Zeitpunkt geige ich meinem inneren Schweinehund mal so richtig gehörig die Meinung, denn es war bisher immer so, dass sich gerade diese Veranstaltungsdichte als besonders effizient herausstellte. Gewinnbringend für meine Arbeit, welche aus vielen dieser Vorträge Energie und neue Impulse zieht.

In den letzten Monaten habe ich sehr viele Gespräche geführt und es kam immer das Thema fehlende Empathie und nicht mehr vorhandene Menschlichkeit zur Sprache.

Ärzte wären nicht mehr in der Lage sich Zeit zu nehmen, Therapeuten würden nicht verstehen, dass die Angehörigengespräche wichtig wären. Das Pflegepersonal in den Kliniken wirkt nur noch müde und abgespannt. Und während man diese Thematik korrespondiert, hebt sich der Zeigefinger zum mahnenden Ausdruck, dass die da oben doch nun endlich mal handeln müssten, bevor das Ganze noch gegen die Wand fährt und man überhaupt gar kein Gesundheitssystem mehr hätte.

Tief verstrickt in Konditionierungen, Symbiosen, Symptome und dysfunktionale Systeme, ruft die kleine Stimme nach Gehör und der Betroffene /Angehörige möchte sichtbar sein. Möchte, dass man versteht wie sich die geläuterte Seele fühlt.

Auch wenn ich dieses Wort nicht gerne nutze. In diesem speziellen Fall passt es dennoch so gut. ABER!!!

Aber es gibt sie, die Menschen, welche etwas bewegen, welche Räume schaffen für die Betroffenen und die Angehörigen, damit all die Fachkräfte spüren dürfen, dass es da Entlastung geben kann, dass sie nicht allein sind, dass man sie unterstützt, wenn sie es denn benötigen und/oder möchten.

Am 10./11. Oktober durfte ich und meine Stellvertreterin unseres Angehörigentreffs zu Gast sein in München bei der Landestagung des ApK Bayern e.V.

Wir durften den Worten von Prof. Dr. med. Josef Bäuml (ehemaliger leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München) lauschen.

Er machte in seiner sehr ergreifenden Rede am 10. Oktober anlässlich des Jubiläums (35 Jahre ApK Bayern e.V.) und in seinem Vortrag am 11. Oktober anlässlich der Landestagung des ApK sehr klar, wie wichtig es ist die Angehörigen psychisch Erkrankter in die Behandlung mit einzubeziehen. Er nannte sich selbst einen Angehörigenfan, und er würde zu gerne diesen Status noch vertiefen und zum Angehörigenultra werden, da er es als immer existenzieller sieht, dass die Familie/Partner Teil der Therapie werden.

Ein paar kurze Ausschnitte aus den Vorträgen vom 10./11. Oktober mit Stimmen aus dem Publikum:

„Angehörige täuschen sich kaum, unerfahrene oder ermüdete Profis hingegen immer öfter.“

„Wenn Angehörige sagen, es ist noch nicht soweit, dann ist es noch nicht soweit, denn die Angehörigen sind es, die die Erkrankten zuhause auffangen müssen. Angehörige sind die größte Rehaeinrichtung.“

„Wenn man Angehörige mit einbezieht und wertschätzt, kann aus Beschimpfung und Wut des Betroffenen, sehr schnell Entlastung und Verständnis für die Behandlung werden.“

„Wir können Schwerkranken nur helfen, wenn wir es schaffen die Angehörigen mit einzubeziehen.“

„In skandinavischen Ländern sind die Angehörigen per Gesetz ein fester Bestandteil der Therapie.“

„Was man nicht kennt, kann man auch nicht gut beurteilen. Screen Shot eines Augenblicks lässt oft falsche Schlüsse auf die Eltern/Partner etc. zu.“

„Angehörige müssen herzlich Willkommen sein und sollten niemals abgelehnt oder weggeschickt werden. Auch wenn sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt auftauchen (Therapiesitzung oder Visite).“

„Es ist aber auch sehr wichtig den Ärzten und Therapeuten Empathie und Verständnis entgegenzubringen, denn auch sie befinden sich in einer Sandwich Situation.“

Ralf Bohnert vom Krisendienst Mittelfranken hielt neben des aufklärenden Beitrags von Anna Margin über Grenzen der familiären Hilfen und der Bedeutung professioneller Hilfen, sowie einer Podiumsdiskussion mit betroffenen Angehörigen über ihre Erfahrungen im Kliniksetting, einen sehr interaktiven Vortrag zu der Thematik, was tun wenn die Situation brenzlig wird? Wie kann ich zuhause deeskalieren, wenn der/die Betroffene in eine akute Krise schlittert.

Ihm war es sehr wichtig dem Publikum zu vermitteln, dass es auch oft hilft die eigene Sichtweise auf die Person, welche betroffen ist, zu verändern.

„Patienten sind oft in ihrem Bauplan der Seele empfindlich und verletzlich und dennoch sind es genau sie, welche so viel Talent und Kreativität in sich tragen.“

„Mit dem Gefühl etwas Besonderes zu sein, kann man besser durchhalten, als mit dem Gefühl abgeschoben zu werden.“

Es ist durchaus möglich, dass Angehörige trainieren können die betroffene Person aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, durch die Krankheit hindurch den Menschen dahinter wieder zu entdecken. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass die akute Phase auch wieder vorbei gehen wird.

Austausch über praktikable Anwendungstechniken, ein gegenseitiges Verständnis und viel Empathie für den jeweils Anderen erfährst du in den vielen Angehörigenselbsthilfegruppen bayernweit. Auch bei uns in Bayreuth. Nähere Infos dazu bei uns auf der Homepage.

http://www.gebo-med.de/unternehmen/kooperationen

Danke an all die wunderbaren Mitarbeiter des ApK Bayern e.V. An Charlie für seinen unermüdlichen Einsatz im Vorstand ebenso wie an Kaveh, Alexandra, Cordula und Sabrina für ihre hervorragende Organisation und Arbeit mit und für alle Angehörigen in Bayern.

Ein paar Tage später waren wir wieder unterwegs zum bayernweiten Austauschtreffen für ausgezeichnete Kliniken und solche die es werden möchten. Hier trafen Vertreter aus den Selbsthilfegruppen, Mitarbeiter der Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfebeauftragte der Gesundheitseinrichtungen zu einem sehr gut organisiertem Austauschtreffen aufeinander.

In kurzen Impulsvorträgen erklärte Ines Krahn vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen und Prof. Dr. Dominikus Bönsch, ärztlicher Direktor vom Bezirksklinikum Lohr am Main, warum es sich auf jeden Fall lohnt selbsthilfefreundlich zu werden, zu sein und zu bleiben.

Die Versorgung in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe wird sichtbar menschlicher, wirksamer und verständlicher. Patienten wie Angehörige profitieren von mehr Transparenz, mehr Möglichkeiten einen Ansprechpartner für ihre Belange und somit eine zügigere Klärung für ihre Themen zu erhalten.

Anfragen verlaufen seltener ins Leere. Die Gesundheitseinrichtung ist in der Lage mehr Alternativen zu bieten und somit eine engmaschige Versorgung neben der professionellen Behandlung zunehmend mehr zu gewährleisten.

Nicht ohne Stolz können wir bei solchen Austauschtreffen feststellen, dass wir als Gesundheitseinrichtung in Bayreuth unsere Auszeichnung mit sehr viel wertvollen Inhalt füllen und dies auch oft als gut funktionierendes Beispiel lobend erwähnt wird. Wir bieten Informationsstunden auf den Stationen an, wir beherbergen allein in unserer Klinik fast 20 Selbsthilfegruppen. Wir kooperieren freundschaftlich und partnerschaftlich mit unserer Selbsthilfekontaktstelle, walken & talken einmal im Monat mit Patienten, SHGs Teilnehmern und allen Interessierten und wir bieten von dienstags bis freitags für unsere Angehörigen eine Ansprechmöglichkeit.

Danke liebe SEKO Bayern (Irena, Maria, Barbara, Stefanie u.v.m. ) liebe Ines Krahn vom Netzwerk und liebe Alex von der Selbsthilfekontaktstelle Bayreuth für euer unermüdliches Engagement, für eure unverzichtbare Arbeit und eure empathische Zusammenarbeit mit uns als Gesundheitseinrichtung.

Last but not least stand am Samstag dann unsere hauseigene Veranstaltung als Abschlussevent des vollgepackten Oktobers an. Unser Austausch- und Informationsnachmittag für Betroffene und Angehörige fand dieses Mal im Rahmen der Wochen für seelische Gesundheit statt und war ein rundum gelungener Nachmittag.

Wir durften 3 sehr tiefgehenden Impulsvorträgen unser Gehör und unsere Aufmerksamkeit schenken.

Bereits beim Austausch gegen Ende der Veranstaltung bekamen Referenten sowie wir als Veranstalter sehr emotionale Komplimente.

Nach Rücksprache darf ich ein paar Kommentare, welche mich bereits kurz nach Veranstaltungsende erreichten, hier teilen.

U.H. „Vielen Dank, dass du diese tolle Veranstaltung organisiert hast. Mein Kommen hat sich echt gelohnt! Der Vortrag über Diversität hätte viel mehr Zeit haben können. Da bräuchte es mal einen ganzen Tag. Umso eindrücklicher waren die beiden anderen Impulsvorträge. Und auch dein Thema der Symbolträger fand ich faszinierend. Da hat man ein „verhaltensauffälliges“ Kind und erkennt, was wirklich dahinter steckt. Danke nochmal!“

W.S. „Vielen Dank für diese wirklich gelungene Veranstaltung. Alle 3 Vorträge und dein kurzer mit dem Symptomträgern der Familie hat mich sehr beeindruckt. Ich habe noch lange darüber nachgedacht, als ich Zuhause war und mich ein bisschen selbst reflektiert. Jetzt geht es mir bedeutend besser.“

C.A. „Sehr beeindruckend fand ich den Vortrag über Essstörungen und Diversität. Berührt hat mich die Geschichte des empathischen Mannes über seine Sucht. Und danke dir für den Impuls über Symptomträger im Familiensystem. Eine wirklich sehr gelungene Veranstaltung.“

Auch unsere 3 Referenten ließen ein paar lobende Worte da:

Christian: „Euch allen vielen Dank für den wunderbaren Nachmittag. Es war super spannend euch zuzuhören und wir hatten einen so tollen Austausch. Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen und total bereichernd.“

Bulli: „Vielen Dank, dass ich ein Teil von diesem Nachmittag ein durfte… auch vielen Dank an meine Mitredner….. tolle Menschen, die mir mit ihrer Authentizität gezeigt haben, dass ich auch Defizite habe, an denen ich arbeiten kann… und vielen Dank liebe Susi an dich… dass ich meine Batterien und meinen Akku bei euch und mit euch aufladen konnte.“

Sabrina: „Ich fand den ganzen Nachmittag wirklich sehr schön. Die Orga von dir Susanne war klasse, die Zuschauer waren so interessiert, so freundlich und die ganze Zeit voll dabei. Mit Christian und Bulli habt ihr so tolle Referenten eingeholt. Ich hätte beiden ewig zuhören können und es hat nicht nur meinen persönlichen Horizont erweitert, sondern auch meine Seele erfüllt. Danke hierfür.“

Sabrina Scharf Ausschnitt aus ihrem Impulsvortrag Essstörungen
Christian Brodmerkel Ausschnitt aus seinem Impulsvortrag Diversität Sensibilisierung
Charalambos Thomaidis (Bulli) Ausschnitt aus seinem Impulsvortrag Sucht

Vielen lieben Dank allen 3 Referenten für ihre Impulsvorträge, welche es geschafft haben die Aufmerksamkeit des Publikums zu keiner Sekunde zu verlieren.

Ich möchte ebenfalls abschließend zu diesem Beitrag allen Ehrenamtlichen, Kollegen, Patienten, Angehörigen, Betroffenen und all den wunderbaren Menschen, welche Interesse daran zeigen für andere da zu sein, ein offenes Ohr zu schenken oder andere Menschen in schweren Lebenskrisen nicht allein zu lassen einfach nur ein dickes DANKE sagen.

Wir lesen uns bald wieder.

Eure Sue Freund